Black Metal Witchery (2010, Split, 2012 Edition)

by Ordo Templi Orientis

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about

25 April 2012 - Official CD Release through Satan Fight Humanity Records Pro CD with 8 page b/w booklet lim. to 500 copies

credits

released April 25, 2012

Raw Avantgarde Black Metal / Thrash Metal.


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Unter dem Banner Black Metal Witchery haben sich drei Untergrundgruppen zusammengetan, die nicht einfach nur eine gewöhnliche Split veröffentlichen, sondern einzelne Lieder sogar zusammen eingespielt und aufgenommen haben. Dieses Konzept ist zwar nicht neu, aber dennoch äußerst selten und schon allein deshalb auch höchst interessant. In jedem Fall aber ist Black Metal Witchery ein Werk, welches ausschließlich jene ansprechen dürfte, die vollständig vom rohen, primitiven und hässlichen Black Metal infiziert sind. Denn auf dieser CD gibt es überhaupt nichts Schönes oder Atmosphärisches.

Die ersten vier Stücke werden von ORDO TEMPLI ORIENTIS bestimmt, wobei das erste Lied Master Of Sodomy zusammen mit KNOCHENFELL eingespielt wurde. KNOCHENFELLS Einfluss ist in diesem Stück sehr markant, da das Lied doch recht thrashig daher kommt, es viele dergestaltete Riffs und auch ein Soli zu hören gibt. Master Of Sodomy ist ein dreckiges, gitarrenbetontes und thrashiges Lied mit einem bösen, bisweilen wahnsinnig und versoffen wirkendem Gesang und Gekeife. Die drei nachfolgenden Lieder von ORDO TEMPLI ORIENTIS sind dann schon wesentlich roher in ihrer geradlinigen Eingängigkeit. Vor allem aber ist Frail Wings Of Majesty To Azazel ein total gestörtes und kaputtes Lied, welches vor allem der Gesangsstimmen wegen so krank ist. Es wechselt sich nämlich ein überaus tief gurgelndes, gutturales Gegurgel mit extrem verzerrtem und hysterischem Gekeife ab. Zwischendurch gibt es auch immer wieder eine wimmernde und wehleidige Stimme zu hören, die das Ganze überaus bizarr abrundet. Danach lässt es ORDO TEMPLI ORIENTIS weniger bizarr und dafür klassischer, wenn auch gleichsam roh angehen.

KNOCHENFELL klingen nicht weniger roh, auch wenn sie sich stilistisch von ORDO TEMPLI ORIENTIS natürlich stark unterscheiden. Bei KNOCHENFELL sind die Gitarren wesentlicher fokussiert. I Am Burning ist ein mittelschnelles bis schnelles Stück, welches wenig Innovation dafür aber viel Aggression und Hässlichkeit bereit hält und manchmal wie eine schwarze Vermischung aus Heavy Metal, Thrash Metal und Death Metal wirkt. Seuche Jehowas ist da schon atmosphärischer und melodischer, zumal das Stück durch eine Akustikgitarre eingeleitet wird. Räudig und gemein ist das Lied aber trotzdem und vor allem mit Toeten und Vergasen haben KNOCHENFELL ein Lied im Portfolio, welches musikalisch und inhaltlich absolut dreckig und menschenverachtend ist. KNOCHENFELLS Black Metal ist nichts für zartbesaitete, so viel steht fest.

Noch einen Ticken roher und barbarischer wird es dann abschließend mit KIRCHENBRAND und dem Lied Destroy Your Dreams. Die Strukturen sind sehr simpel aber durchaus wirkungsvoll. Die Gitarre ertönt sehr dreckig und knarzend, die Riffs sind einfach und einprägsam und der Rhythmus poltert und kracht. In Hallen des Elend’s, welches zusammen mit KNOCHENFELL eingespielt wurde, wird es sehr rockig, sodass das Lied dazu einlädt, im alkoholisierten Zustand mitzugröhlen. Ganz anders ist die Nummer Blut, Knochen, Asche und Trümmer mit ORDO TEMPLI ORIENTIS, wo wieder eingängiger und schneller Black Metal vorherrscht. Die vier Lieder in denen KIRCHENBRAND mitwirkt, sind sehr unterschiedlich - aber allesamt primitiv und roh. Am besten gefällt mir Blut, Knochen, Asche und Trümmer, wo wieder das Kranke von ORDO TEMPLI ORIENTIS durchschimmert.

Black Metal Witchery ist ein Werk, welches zuvorderst primitiv und roh ist. Es ist eine in Teilen kranke und verstörende Veröffentlichung, die in ihrer grollenden Rohheit nur Negativität ausstrahlt, allerdings ohne jeglichen ästhetischen Kontext. Black Metal Witchery ist roher und barbarischer Untergrund mit entsprechendem Demoklang. Am besten gefällt mir ORDO TEMPLI ORIENTIS, da ich dort das Bizarre zu schätzen weiß. KIRCHENBRAND ist mir musikalisch etwas zu roh und simpel und KNOCHENFELL machen bösartige und räudige Musik, die stark von der Stimmung abhängt.

by Aceust
Hateful Metal Review

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There is some unclarity surrounding the release date of this split CD, according to the webshop of SFH Records is was added in November 2012 but other media date it even earlier in 2012 so it has been available for some time now. The split CD shows three bands that have some cultstatus and with their raw, primitive and depressive they will not ever know how to enthuse a wider audience. Least of al Knochenfell because they give us their three last songs before they disbanded. And these songs are for purists only. It is raw, gritty, chilling to the bone with added a very poor production. Ordo Templi Orientis delivers three songs in the same vein and this goes for Kirchenbrand as well. These three bands are masters in creating a chilling atmosphere that is not healthy for the more unstable readers because the music might help them over the edge. And the bands would be able to explain that as a good thing. They all work together on two songs that do not add anything to the already bleak and dark music on display. This album is for those who want to get acquainted with black metal in its purest form but beware: it will definitely bring you a few steps closer to the devil.

by Berto
Lords of Metal Review

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This split kicks off with four songs from Ordo Templi Orientis. These fellows seem to play melodic black but due to the very inaudible sound that is hard to tell. The more audible parts are more decent except for the second song. I suspect they hired Dani Filth for the vocals, the whining and screaming is terrible. The sound is in the quality range of a rehearsal room, the idea is nice but the execution a bit disappointing. On to the second band, Knochenfell performs raw black with a solid thrash influence. The production is much better with this one and the music is performed very well. The pace is not very high but they have a unique style which is pleasant to listen to and they managed to put a lot of variation in a short playing time. Not a high flyer, but it rises above the crowd. Kirchenbrand ends the record though this doesnt mean much since the bands have had help from each other on several other songs in this split. I do not know what kind of effect pedal the guitarist used, but the happy sounding thrashy style is ruining my hearing, that goes for the bucket they used for drums too. De second song fares a bit better, though it doesnt get very exciting. The second last song is ruined by excessive use of a drum computer. And the final song is one I doubt they performed it themselves since the performance on the violin is much better than the guitar performance on the record.

by Johan Z.
Lords of Metal Review

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